Als Würzedienen Senfkörner, Senfmehl und Senfpasten. Senf
wird für Speisen aus Fleisch, Fisch, Wurst und Eiern sowie für Salat und andere
Gemüse, Gurken, Pilze sowie für Fleischmarinaden verwendet. Junge Triebe können auch
Kresse ersetzen.
In manchen Gegenden wird die Senfpaste zum Würzen auch "Mostrich" oder
"Mostard" genannt. Dies leitet sich von Most (was soviel wie junger saurer
Wein bedeutet) ab, der früher oftmals anstelle von Essig verwandt wurde.
Das für die typische Schärfe verantwortliche Senföl bildet sich, wenn Senfmehl mit
Wasser versetzt wird. Für den Geschmack und auch für die heilende Wirkung des Öls
ist vor allem das enthaltene Glykosid Sinalbin verantwortlich. In den braunen
Körnern ist mehr Sinalbin enthalten, als in den gelben Körnern. Deshalb hat das
Mischungsverhältnis der Körner einen großen Einfluss auf den Charakter des Senfs.