Karl der GroßeDer ursprünglich in Asien verbreitete Senf war schon in der Antike als Heil- und Gewürzpflanze bekannt.
Bereits um 300 v.Chr. wurde Senf in Indien als begehrte Gewürzpflanze angebaut. Ägyptologen
fanden Senfkörner als Opferbeigaben in Gräbern.
Schon dem alten griechischen Philosophen und
Mathematiker Pythagoras war der Senf bekannt. Griechen und Römer beschrieben
verschiedene Wirkungen und Anwendungen im 1. Jahrhundert unserer Zeit. Auch in der Bibel
wird die Pflanze erwähnt: "Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das
ein Mensch nahm und säete es auf seinem Acker." (Matthäus 13,31). Die Römer
schließlich brachten den Senf über die Alpen. 795 ordnete Karl der Große in einer
Schrift den Senfanbau an, was die Verbreitung des Senfs in Mitteleuropa förderte.
Im 13. Jahrhundert erhielt die französische Stadt Dijon ein Monopol auf die Senfherstellung.
Im Mittelalter galt der Senf als "Würze der Armen" und blieb bis zur Einfuhr
neuer Gewürze aus Asien das wichtigste Würzmittel.